Zubehör
Webra Speed 40 HB

Als drehzahlgesteuertes Modell benötigt das Heli-Baby einen zuverlässig laufenden Motor mit flachem Drehmomentverlauf, möglichst lienar regelndem Vergaser und gutem Anspringverhalten. Der seinerzeit zuerst für das Heli-Baby vorgesehene Motor war ein Webra 40 RC, der in Berlin hergestellt wurde. Der Motor war querstromgespült, hatte einen TN-Vergaser ("two needle") und brachte das Heli-Baby in Verbindung mit dem sehr kleinen (aber nach unten blasendem) Schlüter Expansionsschalldämpfer einigermaßem zum Schweben. Allerdings war dieses Schweben durch den wirklich nicht besonders linear arbeitenden TN-Vergaser recht unangenehm. Mit dem Jahr 1976 erschien dann der Webra Speed 40 aus dem österreichischen Enzesfeld, der auch von Schlüter ins Programm genommen wurde. Dieser HC genannte Motor wurde mit Senkkopfschrauben im hinteren Gehäusedeckel ausgestattet, um mehr Einbauraum zu gewinnen. Als Vergaser war nach wie vor der TN verbaut. Der Speed 40 erwies sich seinerzeit als ideale Motorisierung für das Heli-Baby. Darauf aufbauend habe ich bei Webra/Höhn angefragt, ob eine Neuauflage dieses Triebweks möglich sein und gerne kam man meinem Anliegen entgegen.
Der so entstandene Webra Speed 40 HB weist folgende Besonderheiten auf:
  • Stahlzylinder mit Alu-Kolben und L-Kolbenring
  • Dynamix-Vergaser mit 6,5 mm Querschnitt, ohne Düsenstock im Ansaugtrakt, Beschleunigerpumpe für zügiges Gasannehmen und speziellem Anlenkarm
  • Senkkopfschrauben im Gehäusedeckel
  • Distanzscheibe 1,5mm für das Gebläserad
 
Webra Speed 40 HC DY - Klicken Sie für die Vergrößerung Glühkerzenzugang - Klicken Sie für die Vergrößerung

Webra Speed 40 HB
 
Glühkerzenzugang
 
 
 
Der Motor läuft mit 5% Nitro mit einem seidenweichen, zuverlässigen Leerlauf, einer nahezu linearen Vergaserkennlinie und weist in Verbindung mit dem speziellen Zimmermann-Dämpfer ein angenehm summendes Laufgeräusch auf. Durch die erfreulicherweise nun angeformten Schalldämpferanschraublöcher kann das Motorgehäuse nicht mehr wie mit den früher verwendeten Spannbändern verzogen werden. Für die Grundeinstellung des Motors empfiehlt sich die Verwendung des Elektrostartriemens Nr. S979. Ist die Einstellung gefunden, lässt sich der Motor auch problemlos mit dem Lederriemen Nr. S989 anlassen. Als Glühkerze ist die normale OS Nr.8 schon absolut ausreichend. Ich halte es für sinnvoll, die Glühkerze in regelmäßigen Abständen, z.B. nach jedem Kanister Sprit, zu überprüfen. Weist der Glühwendel auch nur an einer Stelle eine rauhe Oberfläche auf, sollte die Kerze gewechselt werden. Eine neue Kerze kostet etwa die Hälfte eines Paares Hauptrotorblätter und ist maßgeblich verantwortlich für einen sauberen Motorlauf. Damit man die Glühkerze leicht überprüfen oder wechseln kann, habe ich eine kleine Veränderung vorgenommen: Das U-Profil Nr.S980 vorne unten wurde mit einem ovalen Durchbruch versehen, das in Verbindung mit einem entsprechendem Loch in der Holzrückwand einen einfachen Zugang zur Glühkerze ermöglicht. Das war immer besonders unangenehm von der Seite durchzuführen, man rutschte leicht ab und tat sich dabei weh. Das ist nun Vergangenheit.

Erhältlich bei Webra/Höhn oder im minicopter Online-Shop (Best.-Nr. S941).
 
Spezial-Schalldämpfer

Für das Heli-Baby hat Harald Zimmermann nach meinen Vorgaben einen speziellen Schalldämpfer entworfen. Äußerlich fügt sich der Edelstahldämpfer harmonisch in das Chassis ein und schließt mit diesem ab.
Ferner wurden folgende Besonderheiten berücksichtigt:
  • Enges Anliegen zur Verwendung in Kombination mit dem Hughes 500 Rumpfbausatz.
  • Der Auslassstutzen verläuft steil nach unten sowie von hinten gesehen etwa in 5-Uhr-Position nach unten. So bleibt das Modell und insbesondere der Heckrotor im Vorwärtsflug sauber und die empfindlichen Holzrotorblätter werden nicht mit Öl eingeweicht. Zusätzlich kann der Auslassstutzen mit einem Stück Silikonschlauch bis unter das Chassis verlängert werden.
  • Schalldämpfer und Stützen liegen bei Crashs nicht in gefährdeten Zonen (z.B. hochgebogene Kufenbügel) und werden durch Chassis und Kabinenrückwand gut geschützt.
  • Der Auslasstutzen ist so angeordnet, dass man zum Anlassen von Hand problemlos mit dem linken Fuss von rechts auf die linke Kufe treten kann, um das Modell zum Durchziehen des Anlassriemens abzustützen.
  • Die Passfilterblenden im Dämpfer wurden so gewählt, dass sich eine Gegendruckwelle erst bei einer Drehzahl von etwa 13000 U/min aufbaut, unterhalb derer die Motordrosselung sehr linear verläuft.
  • Ein Druckanschlussnippel ist stirnseitig angelötet. Obwohl das Heli-Baby mit dem Dynamix-Vergaser einwandfrei im Saugbetrieb geflogen werden kann, ziehen einige das Fliegen mit Drucktank vor. Der Vorteil liegt beim Heli-Baby einzig und allein im direkteren Ansprechen auf eine Düsennadelverstellung. Demgegenüber steht ein Ausgehen des Motors bei plötzlichem Druckverlust (Leckage), weshalb ich persönlich zum Saugbetrieb rate. Niemand kann das Heli-Baby so wild fliegen, dass ein Druckbetrieb erforderlich wäre.
Folgende Flansche sind verfügbar:
- S942: 2 x 3.6 mm Bohrungen mit 30.5 mm Abstand für Webra Speed 40 HB Best.-Nr. 941
- S975: 2 x M3 Gewinde mit 37 mm Abstand für OS-Motore
- S986: 2 x M3 Gewinde mit 39 mm Abstand für Webra Speed 40/50 spätere Bauart

Erhältlich im minicopter Online-Shop.
 
Schalldämpfer - Klicken Sie für die Vergrößerung Schalldämpfer - Klicken Sie für die Vergrößerung Schalldämpfer - Klicken Sie für die Vergrößerung

Schalldämpfer
 
Schalldämpferanordnung
 
Schalldämpferanordnung
 
 
Pilot(in) und Steuerknüppel

Der Pilot ist für das Heli-Baby eigentlich unabdingbar. Sein Gewicht ist für die optimale Schwerpunktverteilung unbedingt erforderlich (sonst ist Blei oder ein übergrosser Akku notwendig). Zum anderen sorgt sein orangefarbener Overall schon bei Entfernungen von 20-30 Metern für eine bessere Erkennbarkeit des Modelles, da die Vollklarsichthaube ausser den Rahmenkonturen farblich nicht viel zu bieten hat. Der Pilot hatte ursprünglich die Schlüter-Best.-Nr. 735 und wurde von Hasbro hergestellt. man konnte solche Anziehpuppen auch in Spielwarengeschäften erwerben. Der Original-Pilot war Mitglied des "Action-Teams" und hiess "Hard-Rock". Leider verschwanden diese Figuren etwa Mitte der 80er Jahre wieder und Modellflieger hatten fortan Schwierigkeiten, männliche Piloten für Ihre Modelle zu finden. Man kann diese Action-Team-Figuren (alternativ passen auch Big-Jim und GI-Joe Figuren) bei den einschlägigen Online-Auktionen ersteigern, übliche Preise liegen je nach Zustand, Ausstattung und Seltenheit zwischen 10 und 50 Euro. Eine hervorrragende Alternative sind die Piloten von www.scale-pilots.ch . Die Figuren sind sehr lebensecht gestaltet und durch die Vielzahl schöner Bekleidungen eine echte Bereicherung für jedes Heli-Baby. Manchmal kann es erforderlich werden, die Füße und Unterschenkel des Piloten zu entfernen, da er sonst nicht richtig auf der Sitzbank Platz nehmen kann. Hierzu bohrt man einfach die Niete in den Fusgelenken aus. Diese kann man ggf. durch neue ersetzen, der Wert der Figur wird bei fachmännischger Entfernung so nur unwesentlich verringert.

Ein Fun-Scale-Modell (Definition: Erlaubt ist, was gefällt!) wie das Heli-Baby wirkt allerdings erst richtig durch weitere kleine Details wie Instrumente, Steuerknüppel, Gurte, Polster etc. Hier ist der Phantasie kaum eine Grenze gesetzt. Die Steuerknüppel, insbesondere der Richtungsknüppel, sind für viele jedoch schwer herstellbar. So habe ich eine kleine Serie hiervon erstellt. Die Knüppel werden mit je einer Mutter an das Sitzteil geschraubt.

Steuerknüppelset erhältlich im minicopter Online-Shop (Best.-Nr. S977).
 
Cockpit - Klicken Sie für die Vergrößerung Cockpit - Klicken Sie für die Vergrößerung

Steuerknüppel
 
Cockpit
 
 
 

Gegengewicht für den Taumelscheibenmitnehmer

Der (einseitige) Aluminiummitnehmer erzeugt bei Drehzahlen oberhalb 2000 UpM spürbare Vibrationen. Durch das Gegengewicht läuft die Welle erheblich ruhiger. Man kann zusätzliche Unterlegscheiben seitlich montieren oder auch das Gewicht nach unten klappen, um den Schwerpunkt näher an die Rotorwelle zu bringen.

Erhältlich im minicopter-Online-Shop (Best.-Nr. 962). Ebenso verwendbar auch für Bell Huey Cobra, DS22, Gazelle. .

 
Gegengewicht - Klicken Sie für die Vergrößerung Gegengewicht - Klicken Sie für die Vergrößerung

Gegengewicht
 
Gegengewicht
 
 
 

Distanzbuchsen für die Heckrohrmontage

Mit den vier in ihrer Länge genau definierten Distanzbuchsen, die zum Rohr hin mit D=20 freigefräst sind, sitzt das Heckrohr bombenfest und kann sich nicht mehr verformen, da alle vier Schrauben nun definiert angezogen werden.

Erhältlich im minicopter-Online-Shop (Best.-Nr. 962). Verwendbar auch für System 80, Mini-Boy, Superior, Champion, Scout, Junior .

 
Heckrohrbuchsen - Klicken Sie für die Vergrößerung Heckrohrbuchsen - Klicken Sie für die Vergrößerung

Heckrohrklemmung
 
Heckrohrbuchsen
 
 
 

Einstellwinkellehren

Die Flugeigenschaften des Heli-Babys sind stark anhängig vom Einstellwinkel der Rotorblätter. Das Problem ist hierbei, dass das Heli-Baby mit 0 Winkel, also einer parallel zur Paddelstange verlaufenden Blattunterseite, nicht mehr abhebt. Ein Lineal ist also zum Einstellen unbrauchbar. Handelsübliche Pitcheinstellehren mit Endenklemmung funktionieren in diesem engen Bereich nicht besonders genau bei dem Clark-Y-Profil des Heli-Babys.
Durch die beiden sauber gefrästen Pitchlehren, die man gegen die Blattunterseite presst und dann über die Unterkante der Lehre zur Paddelstange hin peilt, lässt sich der Einstellwinkel mit einer kleinen Spitzzange schnell und einfach einstellen. Hierbei wird einfach das jeweils obere Anschlussblech eines Blattes solange gebogen, bis der Winkel stimmt. Als "Abfallprodukt" lässt sich mit diesen Lehren auch der Spurlauf gezielt einstellen. Für reines Schweben mit dem Heli-Baby verwendet man die Lehre mit 1 Einstellwinkel. Sollen auch flotte Rundflüge gemacht werden, sind 0.5 der richtige Wert.

Erhältlich im minicopter-Online-Shop (Best.-Nr. 961) .

 
Blattlehren - Klicken Sie für die Vergrößerung

Blattlehren 0,5 und 1
 
 
 
 

Messingsteuerbrücke

Die serienmäßige Steuerbrücke ist dem historischen Original nachempfunden aus Kunststoff gefertigt. Wenn man die zwei seitlichen U-Scheiben nicht vergisst, die Stellringe nicht zu eng anliegend montiert und vor jedem Flugtag diese Stelle ölt, kann mit einer brauchbaren Lebensdauer der Steuerbrücke rechnen. Die Messingsteuerbrücke ist jedoch bei den hohen Drehzahlen des Heli-Baby Heckrotors toleranter gegenüber Unachtsamkeiten. Die Montage der Kugelgelenke erfolgt dermaßen, dass diese nicht vollständig an die Brücke festgeschraubt werden, da die Einheit bei der Blattverstellung sonst klemmt. Man stellt die Schraube so ein, dass die Verstellung im gesamten Verstellbereich gerade leichtgängig ist. In der Praxis ist dann kein Spiel spürbar.

Erhältlich im minicopter-Online-Shop (Best.-Nr. 964) .

 
Steuerbrücke - Klicken Sie für die Vergrößerung

Steuerbrücke Messing
 
 
 
 

Kantenschutzprofil

Ein altes Problem bei der Montage von PE-Tankflaschen in einem Blechchassis ist das langsame Einarbeiten der Blechkanten in das weiche Plastikmaterial. Eine wirksame Abhilfe stellt das Kantenschutzprofil dar. In den Tankausschnitt eingelegt verhindert es langfristig das Eingraben der Blechkanten. Beim System 80 kann man dann zusätzlich auf das Gummiband zur Tankfixierung verzichten, da das Profil den Durchmesser um 2 mm verkleinert und den Tank im Mittelbereich so etwas eindrückt und klemmt. Die abgepackte Länge von 50 cm reicht, um einen 500 ml-Tank zweimal zu umschlingen. Natürlich ist das Kantenschutzprofil ebenso geeignet, um Kabeldurchführungen in CfK-Platten zu entschärfen. Folgende Profile sind verfügbar:
- S958: für 2.0 mm Plattenstärke
- S959: für 2.5 mm Plattenstärke

Erhältlich im minicopter-Online-Shop.

 
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Kantenschutzprofil
 
Kantenschutzprofil
 
 
 

Schwimmerlandegestell

Wer kennt nicht das klassische Schwimmerlandegestell, wie es früher praktisch an jedem Heli-Baby vorhanden war. Der Grund der Montage lag eher in der Funktion eines Landungsdämpfers. Ausserdem konnte man mit den Schwimmern schön über die Wiese rutschen, um sich so besser auf die "Schrecken des Schwebefluges" vorzubereiten. Heutzutage dürfte das Schwimmergestell wohl eher zu seinem wirklichen Zweck, nämlich der Landung auf dem Wasser oder auf weichem Schneeuntergrund eingesetzt werden. Die Verdrängung beider Schwimmer liegt bei etwa 6 kg, sodass das Modell im Wasser etwa bis zur halben Schwimmerhöhe eintaucht. Die Schwimmer sollten jedoch nur für Wasserlandungen voll aufgeblasen werden. Für normalen Einsatz sollten die Schwimmer nur zu etwa 2/3 aufgeblasen werden, um beim Landen sicherer zum Stand zu kommen.

Erhältlich im minicopter-Online-Shop (Best.-Nr. 771).

 
Kantenschutz - Klicken Sie für die Vergrößerung Kantenschutz - Klicken Sie für die Vergrößerung

Schwimmerlandegestell
 
Schwimmergestell
 
 
 

Umbausatz Hauptrotor Super-Heli-Baby 1976

Das erste erhältliche Super-Heli-Baby, ausgeliefert zwischen 1976 und 1978, verfügte zur Pitcheinsteuerung in den Hauptrotor über zwei Scherenarme, die an einem Messingklotz angeschraubt waren, der auf der Rotorwelle verschiebbar unter dem Rotorkopf angebracht war. Generelles Problem dieser Scherenarme war die Abstützung dieser an der Paddelstange über Klötze und exzentrisch zur Stange angebrachten Kugelbolzen. Solange man beim Schweben keine oder nur kleine Ausschläge gab, funktionierte diese Mimik. Doch mit größer werdenden zyklischen Ausschlägen kam es zu einer pulsiernden Einmischung eines Kollektiv-Pitch-Signals auf die Rotor-Blätter, welches zu einem unruhigen Flugverhalten führte. Um dieses Problem zu beheben, habe ich einen kleinen Umrüstsatz zusammengestellt, der genau dieses Problem beseitigt. Grundlage sind zwei große venickelte Gelenkkugeln, die auf die Paddelstange aufgeschoben werden und die übliche Verbindung zwischen Scheren und Paddelstange herstellen. Ein kleines Detail, das eine grosse Wirkung hervorruft.

Erhältlich im minicopter-Online-Shop (Best.-Nr. S952)

 
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Rotorkopf Super-Heli-Baby 1976
 
Umbausatz